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Marikas

Beratungsstelle für anschaffende junge Männer in München

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Historie


Vorreiter von Marikas war die Beratungsstelle Mimikry, eine Einrichtung für Frauen in der Prostitution. Der Kontakt zu jungen Männern, die anschaffen, ergab sich durch die regelmäßige Präsenz der Streetworkerinnen innerhalb des Sperrbezirks. Aufgrund des großen Hilfebedarfs der Stricher in München, entwickelten die Mitarbeiterinnen von Mimikry ein neues Angebot speziell für Männer in der Sexarbeit.

Zunächst wurde in den Räumen von Mimikry eine Anlaufstelle mit dem Namen "Strichnin" eingerichtet. Der Kinder- und Jugendhilfeausschuss sowie der Sozialhilfeausschuss beschlossen 1993 die Trägerschaft für das Projekt "Minderjährigenprostitution" der Inneren Mission München e.V. zu übertragen. Anfangs übernahmen noch die Mitarbeiterinnen von Mimikry den Aufbau eines Beratungs- und Betreuungsangebotes für Jugendliche in der Prostitution. Im Herbst konnte dann der erste Sozialpädagoge für das neue Projekt eingestellt werden. Der offene Treff wurde bald so stark frequentiert, dass die Räumlichkeiten von Mimikry nicht ausreichend waren. Daher nahm das frisch getaufte "Café Marikas" im September 1994 seinen Betrieb in neuen, eigenen Räumlichkeiten im Nebenhaus auf. Ergänzend zum offenen Angebot in der Anlaufstelle gab es von Anfang an die regelmäßige aufsuchende Arbeit in Stricherkneipen, am Hauptbahnhof und anderen szenebekannten Plätzen.

Im Laufe der vergangenen Jahre haben wir unser Angebot immer wieder an die Bedürfnisse der Stricher angepasst. Inzwischen bieten wir neben psychosozialer Beratung und der Streetwork auch Chatberatung, Teamberatung und Maßnahmen der Gesundheitsprävention an. Der Betrieb in der Anlaufstelle beinhaltet seit 2007 auch eine Frühöffnung an drei Tagen die Woche mit der Möglichkeit zu schlafen.


Der Begriff Marikas stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet "Junge". Durch ein Theaterstück von Aristophanes erhielt es eine neue Nebenbedeutung: "Strichjunge".

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